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Politik

12.10.2017

Bericht zur Veranstaltung „Die Unsichtbaren – Bisexuelle in unserer Gesellschaft“
der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bayrischen Landtag am 15.03.17 von 18.00 – 21.00 im Fraktionssaal der CSU

Die Gastgeberin Claudia Stamm (queerpolitische Sprecherin) begrüßt die Anwesenden Gruppen und das Podium, bestehend aus
• Kerstin Oldemeier, wiss. Referentin beim Deutschen Jugendinstitut e.V.
• Frederik Schindler, freier Journalist

Claudia Stamm bittet Kerstin Oldemeier über ihre Studie unter 5.000 Jugendlichen (LSBT) über Erfahrungen im Bezug auf das Coming out in allen Lebensbereichen, spezifisch auf Bisexuelle Jugendliche zu berichten.
An der Umfrage hatten sich 300 bisexuelle männliche Jugendliche und 297 bisexuelle weibliche Jugendliche (zw. 12 und 21 Jahren) beteiligt. Sie berichteten über verschiedene Ängste vor dem Coming out wegen der Akzeptanz und Ängste nach dem Coming out vor Diskriminierungen. Vorallem nach dem Coming out gab es Diskriminierungen im Bezug auf die sexuelle Ausrichtung. Viele Jugendliche gerade zwischen 14 und 17 berichten, dass sie gesagt bekamen, sie können das ja noch nicht wissen.

Die Studie zeigt auch, dass es bei den Lesben und Schwulen einen Nachholbedarf zu diesem Thema gibt. Hierauf wird ab später noch Frederik Schindler näher eingehen. Generell ist jedoch zu sagen, dass sich Bisexuelle nicht in der entsprechenden Community aufgenommen oder gar willkommen fühlen. Einige (nicht Jugendliche) Teilenehmer der Veranstaltung berichten in diesem Zusammenhang von Diskriminierungen in der oder durch die Community z.B. wurde männlichen Bisexuellen gesagt, dass sie nicht „schwul genug“ sind oder weibliche Bisexuelle wurden von lesbischen Frauen vorgehalten, dass sie sich nicht vom Mann lossagen wollen.

Die Studie „Coming out – und dann“ gibt es vsl. ab Mai als Buch und auch als Broschüre im Download (www.dji/coming_out oder per Mail: comingout@dji.de -> siehe auch Bild) .

Claudia Stamm bedankt sich bei Kerstin Oldemeier und bittet nun den freien Journalist Frederik Schindler, um seinen Vortrag: Er berichtet, dass es nicht nur in den Familien Probleme bei Coming out gibt (Du kannst Dich ja nur nicht entscheiden, Bisexuelle gibt es nicht) sondern vorallem auch in der LGT* Community! Dort werden sie oft in den Gruppen nicht akzeptiert oder Frauen wie auch Männer wollen keine Beziehung mit einem bisexuellen Menschen beginnen. Hier muss sich einiges ändern, dass Bisexuelle mehr akzeptiert werden.

Außerdem gibt es keine spezifische Gruppenangebote für Bisexuelle. Ein Vertreter von Diversity (https://diversity-muenchen.de/) merkte an, dass sie eine Gruppe schon länger in Planung hatten jedoch mangels geeigneter Ehrenamtler bisher nicht umsetzen konnten. Aus der Teilnehmerkreis gab es hierzu ein Angebot.

In der Schlussrunde wurde festgestellt, dass gerade in der LGT* noch Handlungsbedarf besteht, um die bestehenden Vorurteile (siehe oben) abzubauen und auch bisexuelle Menschen in die Community zu integrieren.